Shindy

Man sagt: Immer wenn ein Mensch geboren wird, dann ist ein anderer für ihn gestorben. Glaubt man diesem Sprichwort, so mussten am 7. September des Jahres 1988 vermutlich mehrere hunderttausend Menschen ihr Leben für die Geburt eines Jungen geben, der sich später unter seinem Pseudonym “Shindy” selbst ein Denkmal setzen würde.
In Bietigheim-Bissingen (nahe Stuttgart) erblickt der Sohn einer griechischen Mutter und eines deutschen Vaters mit seinen wunderschönen braunen Augen das Licht der Welt. An seine Kindheit erinnert sich das selbsternannte Multitalent gerne: “Ich war eigentlich ein ziemlich ruhiger kleiner Junge, der den größten Teil seiner Freizeit mit Fussball spielen verbracht hat! Da mich der gnädige Herr freundlicherweise mit einem ziemlich ausgeprägten Gehirn gesegnet hat, war ich in der Grundschule auch immer einer der Besten! Meine griechischen Großeltern hatten früher (man glaubt es kaum) eine Gaststätte (JA, es gab dort auch Zaziki, Anm. der Redaktion) und dadurch hatte ich auch immer gut und genug zu essen! Mir blieb so gesehen also gar keine andere Wahl, als ein netter kleiner Junge zu sein.”
Im Alter von ca. 13 Jahren kommt Shindy alias Deutschrap’s Dr. House zum allerersten Mal richtig mit Rap in Berührung. “Ich habe mich ja schon immer für Musik interessiert. Als ich 7 war, habe ich zum Beispiel die gesamte Bühnenshow inklusive Choreographie für Michael Jackson’s Welttournee auf die Beine gestellt, aber als ich von meinem Cousin die Videokassette zur “Up in Smoke Tour” in die Hände bekam, da wusste ich, dass genau das mein Ding ist. Zumal ich schon als Kind wusste, dass ein normaler Job als Halbsklave nichts für mich ist. Rap war und ist für mich auch heute noch die Möglichkeit meine durchaus einzigartige Persönlichkeit voll auszuleben, der Welt zu präsentieren und mich auf dem Schulklo dieser Welt mit einem unübersehbaren dicken roten Edding zu verewigen.”
Shindy widmet seine Freizeit von diesem Tag an der Musik. Als großes Vorbild dient Dr. Dre und so beginnt Shindy parallel mit dem Produzieren eigener Beats und dem Schreiben von Texten. “Ich will ja jetzt WIRKLICH nicht eingebildet klingen oder so, aber ich kann mich bis heute nicht entscheiden ob ich ein besserer Produzent oder ein besserer Rapper bin. Ich habe wirklich Tag und Nacht an Beats und Texten gesessen um meine Fähigkeiten zu perfektionieren und so bekam ich mit der Zeit auch Probleme in der Schule, aber wenn du einen Traum hast, dann kann ihn dir auch kein sogenannter “Lehrer” (diese Spezies gehört zu den sogenannten Pädagogen) ausreden.”
Aufgrund seiner bemerkenswerten Wortgewandtheit , seiner Kreativität und seinen musiktheoretischen Kenntnissen gelang es ihm relativ schnell ein Demo zu produzieren, das schließlich in die Hände bzw. auf den PC (Personal Computer, Anm. der Redaktion) von Jaysus gelangte.
“Schöne Lieder” , dachte sich Jay höchstwahrscheinlich und nahm den absolut bescheidenen und bodenständigen Shindy unter seine Fittiche. Im Gegensatz zu den meisten Rappern Deutschlands scheut das Ehrenmitglied der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen nicht davor zurück Songs zu produzieren, die nicht den strengen Normen der KDRP (Konservative DeutschRap Partei) entsprechen. Ganz im Gegenteil, dieser perfekte Mensch findet sogar Gefallen daran diese Grenzen bewusst zu überschreiten und den fundamentalistischen Deutschrapverfechtern mit einem total abgespacedem Headspin auf der Nase herum zu breaken. Das Geheimnis seiner Kunst? “Ich lasse mich einfach zu 90% von meiner eigenen Genialität und zu 10% von der Talkshow “britt” inspirieren”.
“Ich möchte mich bei Jay und seinem Bruder Cozta bedanken, für die Chance, die sie mir geben! Und Jay noch einmal explizit danken für alles was er mir bis heute beigebracht hat! Schreibt euch eins hinter die Ohren (aber spiegelverkehrt, sonst könnt ihr es später im Spiegel nicht mehr lesen(oder sagt am besten einem Kumpel er soll es machen, damit es leserlicher ist)): WIR sind die coolsten Rampensäue auf dem gesamten Erdball!… Außerdem wollte ich den äußerst netten Herrschaften von der Polizei noch etwas ans Herz legen: Ich weiß, wir haben nicht das beste Verhältnis zueinander, aber HÖRT ENDLICH AUF MICH AUS DEM VERKEHR ZU ZIEHEN UND STÄNDIG UM EINE URINPROBE ZU BETTELN! ICH BIN CLEAN! Danke für eure Aufmerksamkeit!”
Hiermit versichere Ich, Shindy, diese Kurzbiografie nicht selbst verfasst zu haben.
PS: Chris Brown hat’s drauf -
Rihanna hat’s verdient!




